Umfassende EZB-Ratssitzungs-Zinswahrscheinlichkeitsanalyse und Euroraum-Einblicke
Der EZB-Rat tritt alle sechs Wochen zusammen, um den geldpolitischen Kurs und die wirtschaftliche Lage zu beurteilen. Die Wahrscheinlichkeiten für Zinsänderungen werden auf Grundlage der EUR-Kurzfristzinsstrukturkurve berechnet, soweit Daten verfügbar sind. Fehlende Datenpunkte werden mithilfe des Nelson-Siegel-Svensson-Zinsstrukturkurvenmodells geschätzt.
| Sitzungstermin | Senkung | Keine Änderung | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| März 19, 2026 | 0.0% | 100.0% | 0.0% |
| April 30, 2026 | 0.0% | 77.2% | 22.8% |
| Juni 11, 2026 | 0.0% | 45.9% | 54.1% |
| Juli 23, 2026 | 0.0% | 27.8% | 72.2% |
| September 10, 2026 | 0.0% | 19.9% | 80.1% |
| Oktober 29, 2026 | 0.0% | 12.4% | 87.6% |
| Dezember 17, 2026 | 0.0% | 10.9% | 89.1% |
Während die obigen empirischen Wahrscheinlichkeiten zeigen, was die Finanzmärkte erwarten (basierend auf der Zinsstrukturkurve), zeigt der nachstehende theoretische Zinssatz, was volkswirtschaftliche Modelle als angemessene EZB-Maßnahme auf Grundlage der aktuellen wirtschaftlichen Lage (Inflation und Wachstum) nahelegen.
Der Vergleich beider Werte hilft zu verstehen, ob der Markt erwartet, dass die EZB der ökonomischen Theorie folgt, oder ob sie aus praktischen Gründen einen anderen Kurs einschlagen wird.
Die folgende Analyse vergleicht marktimplizite Zinserwartungen (empirische Wahrscheinlichkeiten aus EUR-Kurzfristzinssätzen) mit modellbasierten theoretischen Zinssätzen, die anhand des strukturellen Rahmens der EZB berechnet wurden. Dieser Vergleich liefert Erkenntnisse über die Einschätzung der Märkte hinsichtlich der Reaktionsfunktion der EZB im Verhältnis zu ihrer historischen Zinsregel.
| Indikator | Aktuell | Ziel/Neutral | Abweichung |
|---|---|---|---|
| Inflation | 2.24% | 2.00% | +0.24 pp |
| Output Gap | 0.51% | 0.00% | +0.51 pp |
| Unemployment | 6.70% | N/A | N/A |
Der theoretische Zinssatz wird anhand einer für den Euroraum angepassten Taylor-Regel berechnet. Dabei werden berücksichtigt:
Wenn die tatsächlichen Zinsen unter dem theoretischen Zinssatz liegen, gilt die Politik als „expansiv" (wachstumsfördernd). Liegen sie darüber, gilt sie als „restriktiv" (inflationsbekämpfend).
Modell: NAWM-basierte Taylor-Regel
Spezifikation:
Wobei: $i_t^*$ = theoretischer Leitzins, $r^*$ = neutraler Realzins (~1,0 % für den Euroraum), $\pi_t$ = aktuelle HVPI-Inflation, $\pi^*$ = Inflationsziel (2,0 %), $\text{Gap}_t$ = geschätzte Produktionslücke, $\alpha$ = 0,5 (Inflationsreaktion), $\beta$ = 0,5 (Produktionsreaktion)
Hinweis: Die tatsächlichen NAWM- und ECB-BASE-Modelle der EZB sind ausgefeiltere DSGE-Rahmenwerke. Diese vereinfachte Taylor-Regel liefert einen vergleichbaren Referenzwert, der mit der Literatur zur Reaktionsfunktion der EZB konsistent ist. Vollständige Modellspezifikationen finden Sie auf der Seite Volkswirtschaftliche Modelle der Europäischen Zentralbank.
Empirische Wahrscheinlichkeiten:
Wirtschaftsindikatoren:
Entdecken Sie detaillierte Spezifikationen von NAWM, ECB-BASE und anderen Rahmenwerken
Volkswirtschaftliche Modelle der EZB anzeigenValidierung: Die Modellergebnisse werden fortlaufend mit den Stabsprojektionen der EZB und den Konsensprognosen führender Institutionen (Bloomberg, Reuters-Umfragen) verglichen.
Speech by Mr Luis de Guindos, Vice-President of the European Central Bank, at the 16th edition of Spain Investors Day, Madrid, 14 January 2026.
Speech by Ms Christine Lagarde, President of the European Central Bank, at the Hearing of the Committee on Economic and Monetary Affairs of the European Parliament, Brussels, 26 February 2026.